Lechweg mit Hund – Etappe 4 : Holzgau – Elbigenalb

Holzgau – Elbigenalb

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Herzlichen Willkommen zur 4 Etappe von unserem Lechweg. Wie wir schon bei der 3 Etappe berichteten, sollte das Frühstück um 8 Uhr beginnen. Was uns persönlich zu spät war, wir nahmen dies so hin, weil man uns unmissverständlich erklärte, Frühstück gäbe es um 8 Uhr. Als wir um 8 Uhr den Frühstücksraum betraten, waren schon die ersten mit Frühstücken fertig. Darauf hin waren wir schon etwas verärgert. Zum Aufregen hatten wir keine Lust und Zeit. Im Zimmer lag ein Beurteilungsbogen aus, den wir am Abend zuvor schon ausfüllten und dieser wurde nur noch vervollständigt. In diesem Hotel gab es einiges zu beurteilen. Für Jule mussten wir 10€ zahlen. Mittlerweile fragten wir nach einer Rechnung, für Jules Hotelkosten. Was nicht freundlich aufgenommen wurde. Das störte uns alles nicht, wir freuten uns aufs wandern.

Dauer :   4:50 Stunden
Länge :  14,9 km
Bergauf : 600 Meter
Bergab :  660 Meter
Höchster Punkt : 1470 Meter
Tiefster Punkt :    1030 Meter

(Karte bei www.komoot.de)
Karte und weitere Bilder bei www.komoot.deGPX Download

Das Wetter war nicht besonders, aber Regen sollte im laufe des Tages nur vereinzelt auftreten.

DSC03467Frau Dosenöffnerin fühlte sich an diesem Tag nicht besonders wohl. Das könnte vielleicht daran gelegen haben, dass die Hängebrücke auf der Tagesordnung stand. DSC03470

Vorsichtig fragte sie, ob die Hängebrücke zum Lechweg gehört. Herr Dosenöffner erklärte, dass die Brücke nicht zum Lechweg gehöre. Man müsste ein klein wenig vom Lechweg abbiegen, kurz auf die Brücke und wieder zurück. Dabei erwähnte er das die Brücke auch nur als Touristenmagnet gebaut wurde. Na ja, was sollen wir lange um den heißen Brei schreiben. Wir haben gekniffen!!! DSC03469So spannend sieht sie gar nicht aus😂. Zumindest nicht für Menschen mit Höhenangst. Der Lechweg führte aber zunächst zu dem Simmswasserfall. Auch dieser ist künstlich erschaffen worden, um mehr Touristen anzulocken. Ein Britischer industrieller Frederic Richard Simms ließ Ende des 19. Jahrhunderts dort Sprengungen vornehmen, damit dort der Wasserfall entsteht.  Ob dies wirklich nötig gewesen wäre? Die Landschaft ist auch so wunderschön und beeindruckend. DSC03481

In der Nähe des Wasserfalls geht es über einen gut gesicherten Asphaltierten Weg und an manchen Stellen ist der Weg zusätzlich mit einem Stahlseil gesichert. Eine gute Lösung für diesen beeindruckenden Bereich.DSC03487

In diesem Wasserfall ist ein Klettersteig eingebaut. Unglaublich!!! Wir waren total fasziniert wie die Kletterer in der Wand kletterten. DSC03479.JPG

Durch anklicken könnt ihr die Bilder vergrößern. Wir schauten eine Weile zu und fotografierten ein wenig. Im Winter friert der Simmswasserfall ein und wird zum Eisklettern genutzt.  DSC03495

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Wir setzten unsere Wanderung fort.

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Wir ließen das Kaffee Utta links liegen, weil es für eine Pause noch viel zu früh war. Der Lechweg ging hier weiter Bergauf und wir wurden mit wunderschönen Ausblicken belohnt.

Nun kam die Stelle an der man sich schlussendlich entscheiden muss, ob man nun auf die Brücke wandern möchte oder nicht. Es fing etwas an zu Nielsen und dies unterstützte noch unsere Entscheidung nicht auf die Brücke zu gehen. Der kleine Ausflug zur Brücke soll ca.30 Min. dauern.

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Durch das feuchte Wetter sah die Landschaft sehr schön aus, obwohl ein blauer Himmel und Sonne natürlich auch was hat. Wir bekamen aber mit dem Wetter auch Schwierigkeiten mit unsere Wäsche. In unserem Gepäck befanden sich drei T-Shirts, ganz nach der dreier Regel. Eins am Körper, eins gewaschen und trocknen am Rucksack und ein T-shirt in Reserve. Trocknen am Rucksack viel aus und auch über Nacht im Hotel reichte meist nicht, trotz Haarfön. So mussten wir oft noch die nasse Wäsche im Rucksack transportieren, was unsere Rucksäcke noch ein wenig schwerer machte.

Weiter folgten wir den Schilder Richtung Schiggen über einen Panoramaweg. DSC03504

Aus der Ferne konnten wir noch einen Blick zurück auf die Simmswasserfälle werfen. Mittlerweile waren wir sehr gespannt auf unser nächstes Hotel. Es war das Hotel in dem wir Halbpension buchen mussten.  DSC03506

Auf den Panoramawegen sind an einigen Stellen Holzplanken angebracht, was das wandern dort deutlich erleichtert. DSC03510

Auf dem Lechweg gibt es unzählige Bänke zum pausieren, aber kaum Schutzhütten. Eine der ganz selten auf dieser Etappe. DSC03515

Ein Blick auf Stockach.

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Weiter wanderten wir über steile Serpentinen bergab. DSC03518

Jetzt waren wir dem Lech wieder sehr nah. DSC03524

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Auf diesem Foto erkennt man sehr gut wie aus einem Zulaufs des Lechs, die nicht so schöne Farbe entsteht. In einem Seitental regnete es wohl schon.

Nun passierte das, was uns der Wetterbericht voraus gesagt hatte, auch uns traf der Regen. Diesmal so richtig. Wir drei waren komplett nass und das kurz vor unserem nächsten Hotel. Am Hotel versuchten wir uns erstmal zu abzutrocknen. Für Jule hatten wir auch ein kleines Handtuch dabei. Wir kitzelten sie am Ohr, damit sie sich einige Male schüttelt. Wie wir dachten, dass wir einigermaßen trocken wären, trauten wir uns ins Hotel. Nun müsst ihr euch ein riesiges Foyer vorstellen. Alles glänzende Fliesen und genau vor der Rezeption ein riesiger Teppich. Noch ahnten wir nicht was als nächstes passieren sollte. Wir wurden freundlich begrüßt und Herr Dosenöffner begann die Unterlagen auszufüllen. Frau Dosenöffnerin schaute sich um und vergaß nach Jule zu sehen und die nutzte die Gelegenheit. Sie holte Anlauf und führte mit allem was sie hatte ihr Rolle vor. Jule wollte sich auf dem Teppich so richtig trocken rubbeln. Damit aber nicht genug, sie untermalte das ganze mit lautem Gebrummel. Frau Dosenöffnerin wollte sie sofort davon abhalten, was Jule überhaupt nicht lustig fand. Jule mag es überhaupt nicht wenn sie nass ist und der Teppich war ihr Ziel. Für Frau Dosenöffnerin dauerte es ewig bis die Unterlagen ausgefüllt waren. Jetzt war sie nicht nur nass vom Regen, sondern auch noch durchgeschwitzt vom Kampf mit Jule. Aber es kam noch schlimmer. Wir wurden auf Zimmer gebracht, mit dem Aufzug und im Aufzug lag auch Teppich. So standen wir zu dritt in einem kleinen Aufzug mit einem nassen Hund, der sich unbedingt wälzen will. Im Aufzug war es so eng, dass wir uns nicht runterbücken konnten um Jule ganz kurz zu halten. Weiter ging es ins Zimmer. Dreimal dürfte ihr raten. Richtig Teppich!!! Während die nette Dame uns alles erklären wollte, fing Jule von vorn an.  Wie die Dame endlich weg war, war Frau Dosenöffnerin fix und fertig. Wie Peinlich!!! Heute können wir herzlich darüber lachen.
Erstmal duschen und durchatmen. Da es eine relativ kurze Etappe war hatten wir  den ganzen Nachmittag Zeit. Trotz aller Peinlichkeiten entschlossen wir uns einen Kaffee trinken zu gehen. Als wir an der Rezeption fragten, wo wir einen Kaffee trinken könnten, half man uns sofort weiter und Jule bekam noch ein Leckerchen.

Wir hoffen unsere 4 Etappe hat euch gefallen und ihr habt auch ein wenig gelacht. Trotz des schlechten Wetters hatten wir jede Menge Spaß. Wie es uns weiter erging in diesem Hotel berichten wir in unserem nächsten Bericht. Wenn ihr nichts verpassen wollt, folgt einfach Jules Wanderungen.

Vielen lieben Dank an alle Leser, Follower, Kommentatoren und Likerli Gebern.

Bis bald

Jule und ihre Dosenöffner

28 Gedanken zu „Lechweg mit Hund – Etappe 4 : Holzgau – Elbigenalb

  1. Eure Berichte sind echt toll. Ich war dieses Jahr auch mit Hund auf dem Lechweg und kann es nur empfehlen. Dies war für mich mit die schönste Etappe auf dem Weg.
    Der Umweg zur Brücke sind übrigens realistisch nur knapp 10 Minuten auch wenn überall 30 Minuten angegeben werden (falls Leute mitlesen, die den Weg auch noch gehen möchten). Aber der Weg über die Wasserfälle lohnt sich; ich fand ihn wunderschön.

    Gefällt 1 Person

    • Vielen lieben Dank! Wir fühlen uns sehr geehrt 😀. Wir haben dreimal an einem Award teilgenommen und möchten es dabei belassen. Wir bekommen es zeitlich kaum hin unsere Wanderberichte zu schreiben. Wir hoffen auf Verständnis und senden LG von Jule und ihren Dosenöffnern. 😀

      Gefällt 1 Person

  2. Gut, daß ihr euch in dem Hotel nicht habt verärgern lassen!
    Ist das ein schönes Bild mit dem „Treppenwasserfall“!
    Als ich die Hängebrücke sah, hab ich die Luft angehalten! Da wäre ich nie und nimmer drüber, bei meiner Höhenangst, ich kann euch gut verstehen, daß ihr gekniffen habt!!! Aber der Wasserfall sieht schon schön aus. Die Kletterer faszinieren mich auch, aber….s.o.!
    Die Aussichten sind allesamt traumhaft schön!
    Wie schade, daß es dann doch noch so geregnet hat! Jule wird sich bestimmt übers trockenrubbeln gefreut haben.
    Ooooh, sorry, aber ich wisch mir hier jetzt die Lachtränen aus den Augen, ich hab mir die Szene am Empfang und im Hotel mit Jule gerade so plastisch vorgestellt, wenn es passiert, ist einem das sicher ungeheuer peinlich, aber ihr konntet ja hinterher auch drüber lachen, hihihi! Ich hab auch schon erlebt, daß gerade relativ „vornehme“ Hotels in solchen Dingen ganz locker sind! Wie lieb mit dem Leckerchen für Jule! Und auf den Hotelbericht freu ich mich schon sehr!
    Es hat mir wieder riesig gefallen, das ist so eine schöne Wanderung, die ihr da gemacht habt, mit viel Vorfreude auf den nächsten Teil schicken wir liebe Grüße
    Monika und Mimi.

    Gefällt 1 Person

    • Vielen lieben Dank! 😀 Das freut uns zu hören, dass ihr auch gelacht habt und Spaß hattet. Das Hotel hat es sehr locker genommen, womit wir nicht gerechnet hatten. Später haben wir gehört , dass der Besitzer, selber Hunde besitzt und deshalb so locker war. Die Brücke sah beeindruckend aus. Vielleicht ein anderes mal. LG und noch einen schönen Tag von Jule und ihren Dosenöffnern. 🐶😀

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