Lechweg mit Hund – Etappe 1: Formarinsee – Lech


1 Etappe von 9 Etappen auf dem Lechweg mit unserem Hund Jule.   Lechweg mit Hund 1.Etappe

Puuh für diesen Bericht brauchten viel mehr Zeit, als sonst. Die erste Tour war wunderschön, was zur folge hatte, dass wir extrem viele Fotos gemacht haben und es uns sehr schwer machte eine Auswahl zutreffen.

(Karte bei www.komoot.de)
Karte und weitere Bilder bei www.komoot.deGPX Download

Länge :    20,3 km
Bergauf : 230 Meter
Bergab :  650 Meter
Höchster: 1910 Meter
Tiefster:   1440 Meter
Dauer :    7:29 Stunden

Die erste Etappe beginnt am Formarinsee. Da es dort keine Übernachtungs Möglichkeiten für uns gibt, schläft man üblicherweise in Lech und fährt von dort aus mit dem Bus zum Formarinsee. Das Etappenziel ist dann wieder Lech. Die Busfahrt dauert in der Regel 45 Minuten. Wir wussten von einem großen Andrang auf den Bus. Deshalb versuchten wir den ersten Bus zu bekommen. Der Bus fuhr um 9:11 Uhr.  Wieder eine Busfahrt für Jule, mit Maulkorb. Zum Glück nicht allzu lange. Etwas Schwierigkeiten hatten wir mit der Fahrkarte. Dazu gibt es viele unterschiedliche Berichte über den Preis dieser Fahrt. Einmal gibt es die Aussage, dass sie nichts kostet, wenn man eine „Aktiv Card Lechtal“ hat, die man eigentlich automatisch bekommt, sobald man dort übernachtet und Kurtaxe bezahlt. Dann gibt es die Information, dass in Verbindung mit der Lechkarte nur die Maut (Privat Straße) bezahlt wird oder bis zu gar keiner Vergünstigung. Wir bezahlten den kompletten Preis 17 Euro pro Person. Das Hotel meinte der Preis würde sich nicht ändern und so vergaß man uns die Lechkarte auszustellen. Unseren Reiseveranstalter schickten wir eine Email, ob sie uns eine Auskunft über die Busfahrt schicken könnten. Leider haben wir bis heute keine Antwort. Noch nicht einmal, dass sie es nicht wissen, dies wäre für uns auch ok gewesen. Aber gar keine Antwort? So fällt uns die Entscheidung leichter wo wir in Zukunft unseren Wanderurlaub buchen.

Zurück zur Busfahrt. An der Bushaltestelle war schon eine Menge los. Wir hatten noch eine Menge Zeit und gingen weiter zur nächsten Bushaltestelle, dort begann die Busfahrt zum Formarinsee. Unter den anderen Fahrgästen, gehörten diesmal einige Hunde. Alle Besitzer hielten artig den Maulkorb in den Händen und beruhigten ihre Hunde. Der Bus fuhr vor und alle bekamen ihren Maulkorb an. Wir schafften es gerade noch in den Bus bevor der Busfahrer die Türen schloss. Der Rest musste in den nächsten Bus einsteigen. Insgesamt fahren drei Busse hintereinander, bis zur nächsten Abfahrt. Unser Bus fuhr an den nächsten Haltestellen durch. Das war sehr angenehm, jeder hatte einen Sitzplatz, es gab Platz für alle Rucksäcke und die Hunde konnten sich hinlegen. Wir saßen direkt neben einer netten Dame mit Hund. Wir beruhigten gegenseitig unsere Hunde und amüsierten uns über unsere leidenden Hunde, die mit Maulkorb komplett Bewegungsunfähig waren. Jule kann mit Maulkorb nicht laufen und musste in den Bus getragen werden. 😂 Wie wir feststellten, ist es nicht nur bei Jule so. Fotos während der Busfahrt haben wir komplett vergessen, weil wir so beschäftigt waren. Als alle ausgestiegen sind, ist man erstmal erschrocken über so viele Wanderer. Im ersten Augenblick sieht es so aus, als würde man über die Haupteinkaufsstrasse von Köln laufen. Wir können aber alle beruhigen, es verteilt sich wahnsinnig schnell. Wenn jemanden die Tour unternimmt, wartet einen Moment und alles verteilt sich. Wir nutzten noch mal die öffentliche Toilette an der Bushaltestelle und Schupps waren alle weg. DSC03067

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten die Wanderung zu gestalten. Zum einen könnte man einige Meter laufen und einen Blick auf den Formarinsee werfen und sofort die erste Etappe beginnen. Oder man wandert noch um den Formarinsee. Wir entschieden uns für eine dritte Möglichkeit und zwar bis zur Freiburger Hütte wandern und auf dem gleichen Weg zurück. Die Kilometer sind wahrscheinlich gleich zur Umrundung, aber der Weg ist einfacher. Da wir noch einige Tage vor uns hatten und dies noch extra km waren, empfanden wir diese Wahl als die bessere.
Der idyllische Formarinsee wirkte auf uns wunderschön. DSC03074

Die größe des Sees ist schwehr zu erfassen. Zum Vergleich, unten rechts steht ein Angler am Ufer

Bei einer Unterhaltung im späteren Verlauf unsere Tour mit zwei Mitwanderinnen, erwähnten die beiden, sie wären total enttäuscht gewesen vom Formarinsee, weil so wenig Wasser im See gewesen wäre. Sie hätten sofort den Lechweg begonnen. Dies empfanden wir überhaupt nicht so und auf Bildern die wir gesehen haben, sah der See genau so aus. So unterschiedlich können Wahrnehmungen ausfallen. Wir genossen jeden Augenblick und Jule auch. DSC03071

Im Hintergrund hörten wir Murmeltiere, gesehen haben wir leider keins. DSC03076Wir wussten zeitweise gar nicht wo wir zuerst hinschauen sollten. Wasserfälle, Pflanzen, See, Berge und und und.

Zum vergrößern der Bilder einfach draufklicken. Das Wetter spielte zum Glück mit und es regnete nicht. DSC03106

DSC03109

In der Hütte sind Hunde verboten. Wir schauten uns ein wenig um und schließlich wanderten wir zurück. DSC03118

Für ein Foto, legten wir Jule kurz die Leine ab. Während der gesamten Tour blieb sie meist an der Line. Wir wollten kein Risiko eingehen. Besonders weil der Weg sehr oft durch Kuhweiden führte. DSC03115

Auf dieses spezielle Thema werden wir in einem späteren Bericht näher eingehen. Jetzt noch ein paar Eindrücke vom Formarinsee.

Zurück an der Bushaltestelle, konnte der offizielle Lechweg beginnen.

Bevor es losgehen

konnte, noch ein paar Fotos. Jule am Startpunkt und Wanderschilder die uns die nächste Zeit begleiten werden. Der Lechweg ist mit einem großen L gekennzeichnet. DSC03139

Das Steinbock Denkmal wurde 1958 aufgestellt und soll daran erinnern, dass hier Steinwild ausgesetzt wurde. Dort soll die größte Steinbock- Kolonie Europas leben. Uns sind leider keine begegnet.

DSC03142

Die Wege waren hauptsächlich Singletrails (die nicht nebeneinander begehbar sind). Hoch, runter über Stock und Stein.

Wir haben bewusst, oft die Wege fotografiert, weil dazu bekommen wir die meisten Fragen. Auf Fotos sieht man die Wegbeschaffenheit oft viel besser.

Der Formarinbach und auch der Lech waren noch nicht wirklich zu sehen, das Bachbett war aktuell trocken.

Hier war der Lech dann das erste mal wirklich zu sehen:

 

DSC03155Es machte riesigen Spaß und wir waren bester Laune. DSC03190 Der Lech ist hier noch sehr klein.

DSC03164

Jule auf Kräuter suche und ihre Rolle darf natürlich auch nicht fehlen. ☺DSC03165

Plötzlich zogen doch noch dunkle Wolken auf. DSC03166

Davon ließen wir uns nicht beeindrucken. Wir checkten sämtliche Wetterapps. Keine Gewitterwarnungen und unsere Uhr mit Druckluftmessung zeigte keine Veränderungen. Das Schlimmste was uns passieren könnte, wäre nass zu werden. Also einfach weiter. DSC03176Kleine Wasserfälle gab es reichlich.

DSC03187Und dann passierte es doch noch, die ersten Tropfen fielen vom Himmel. Nun hatten wir unsere Regenponchos dabei. Ehrlich gesagt mögen wir die Dinger überhaupt nicht und wir fühlen uns darin sehr unwohl. DSC03191

Wir mussten die ganze Zeit lachen, wie fürchterlich wir aussahen. Als wir später eine Pause machten überholten uns Wanderer und sagten: „Jetzt wüssten sie wer der bewegliche Enzian war!“ Herr Dosenöffner meinte: „Siehste wie blöd wir in den Dingern aussehen. Ich zieh das Ding nie wieder an!“ Na hoffentlich regnet es nicht mehr😂.

DSC03194

Es hörte sehr bald auf und wir konnten unsere Enzian Hauben einpacken. DSC03207_LI

Im Lech entdeckten wir eine Wasseramsel (wir glauben es war eine). Jetzt wieder ein paar Bilder vom Wanderweg.

Alles im allem war es eine phantastische Wanderung. Die erste Etappe haben wir ohne Blessuren überstanden. Wir waren allerdings froh, dass wir einen Teil unseres Gepäcks (2,4 kg Hundefutter) im Hotel lassen konnte, weil wir dort ja zwei Nächte hatten. Auf der nächsten Etappe wird es schwerer. An diesem Tag gingen wir in Lech in den Supermarkt und kauften uns belegte Brötchen, was wesentlich günstiger war.

Wir hoffen es hat euch gefallen und ihr freut euch auf die nächste Etappe. Wenn ja dann folgt doch einfach Jules Wanderungen und ihr werdet benachrichtigt sobald es einen neuen Bericht gibt.  DSC03236

Vielen Dank an alle Leser, Follower, Kommentatoren und Likerli Gebern.

Bis bald und bleibt gesund

Jule und ihre Dosenöffner 

 

29 Gedanken zu „Lechweg mit Hund – Etappe 1: Formarinsee – Lech

  1. Eine wirklich schöne Wandergegend, und deine Fotos zum Bericht zeigen, wie viel unterschiedliche Attraktionen geboten werden. Wasserfall, Grün, Kiesbetten, Berge, Nadelgehölze, Weite …. etc.
    Ein bisschen ärgerlich die Sache mit der Busfahrkarte, aber über den „beweglichen Enzian“ habe ich herzlich gelacht! ^^
    Vielen Dank für das neue Wandererlebnis! Es hat wieder Spaß gemacht, lesend mitzulaufen.

    LG Michèle

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  2. Die Bilder sind ja wieder traumhaft schön. Und der See sieht wirklich toll aus. Sich da zu beschweren, dass der See zu wenig Wasser hat…. ähm… ja… Wenn man sonst keine Probleme hat ^^‘ Ich finde es gerade toll, wenn nicht alles so ist, wie wir Menschen uns das genau vorstellen. Gerade das macht doch eine Wanderung und auch die Natur aus 🙂
    Bei dem „beweglichen Enzian“ musste ich gerade die Luft anhalten, dass ich nicht laut loslache. Sonst hätte ich meine Kinder aufgeweckt ^^ Soooo schlimm sieht es aber gar nicht aus. der Regendingsda ist doch wunderhübsch… blau… Wirklich ein schönes blau 😉 Und lieber blau als nass bis auf die Knochen 🙂
    Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht. Dieser war wieder sehr schön und es ist jedesmal wie ein kleiner Ausflug. wenn ich eure Berichte lese und die tollen Bilder anschaue.
    Viele liebe Grüße
    und schonmal ein schönes Wochenende,
    Melanie =^_^=

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  3. Ein lebendiger Bericht, so schön!
    Das Vögelchen ist eine Wasseramsel:) Hätte ich zu gern in meiner Sammlung:)
    Mir gefällt, dass ihr Humor habt und auch mal über euch selbst lachen könnt und natürlich gefällt mir das Julchen 🙂
    Eine großartige Landschaft un ein toller Bericht mit wundervollen Aufnahme!
    Liebe Grüße von Buddylein und Brigitte

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  4. Ganz toll erzählt liebe Dosenöffner und die Fotos zeigen wirklich viel und man kann sich den Weg bzw. die Wanderung wirklich gut vorstellen. Ich freu‘ mich schon auf die Fortsetzung. In so viel Natur fühlt sich Jule bestimmt super wohl. Da gibt’s sicher viel zu schnuppern! Liebe Grüße, Sigrid

    Gefällt 1 Person

    • Vielen lieben Dank! Es war wunderschön und hat riesigen Spaß gemacht!😀 Jetzt hat uns die Arbeit wieder voll im Griff, daher fehlt uns, etwas die Zeit, für die Berichte . Nach und nach werden wir die Berichte schreiben. Wir haben so viel erlebt. LG und ein schönes Wochenende von Jule und ihren Dosenöffnern 😀.

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  5. Hallo,
    interessant auch mal eine Wander-Bus-Tour mitzubekommen! 🙂
    Vielleicht hättet ihr einfach nach der Lechkarte fragen sollen, egal, was ihr damit macht. Es kann denen ja egal sein, sobald sie Euch zusteht.
    Das mit dem Reiseveranstalter finde ich auch doof. Ich habe sowieso den Eindruck, dass immer weniger Leute auf E-Mails antworten. Keine Ahnung, keine Lust, keine Zeit. Ich finde so etwas unhöflich und glaube nicht, dass sie es toll finden würden, wenn sie eine Auskunft benötigen und man lässt sie im Regen stehen.
    Macht nicht grade Werbung für die.
    Jedenfalls scheinen die Busse überwiegend für diese Wandertouren zu sein, wenn da so ein Andrang ist und gleich mehrere hintereinander fahren. …aber wieso kann Jule mit Maulkorb nicht laufen?
    Toll, dass ihr Murmeltiere gehört habe. Solche sind mir, glaube ich, noch nie begegnet. Im Wuppertaler Zoo gibt es allerdings nun Präriehunde! Sieht auch ziemlich hoch aus, wo ihr da wart. Da hat Euch der Bus scheinbar richtig ins Gebirge gebracht! 🙂
    Jule sieht auf den meisten Fotos jedenfalls recht vergnügt aus und einen Syltkorb gibt es da unten (bzw. oben) auch! 😉

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    • Vielen lieben Dank! Zum Glück ist es keine Bus-Tour geworden. Die nächsten Etappen konnten ohne Bus unternommen werden 😀.
      Das mit der Lechkarte , war nicht immer so einfach. Danach gefragt haben wir immer. Manche Hotels hatten sie schon fertig daliegen, andere mussten sie noch drucken, dann war die Rezeption nicht besetzt oder der Drucker wollte nicht. Wir würden es gut finden, wenn man die Karte für mehrere Tage bekommen würde. 😀
      Jule versucht wahrscheinlich uns so zu erklären, dass sie den Maulkorb überhaupt nicht mag.😂
      Murmeltiere haben wir in Berchtesgaden beim Aufstieg vom Jennar gesehen. Sehr süße Tiere. 😀 LG und ein schönes Wochenende von Jule und ihren Dosenöffnern.

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  6. Das ist wirklich ärgerlich mit der Buskarte, und vor allem, beim Reiseveranstalter keinerlei Reaktion auf Nachfrage zu erhalten, das ist nicht kundenfreundlich!
    Aber schön, daß noch Hundebesitzer bei der Busfahrt mit dabei waren, ich denke, daß macht es doch immer bissel leichter, kann man sich so ein wenig gegenseitig aufbauen, hihihi!
    Wow, der See ist phantastisch, und der Größenvergleich mit dem Angler war sehr hilfreich!
    Ja, da ist wohl was dran, Wahrnehmungen sind sehr unterschiedlich. Jule jedenfalls gefiel der See sichtlich!
    Eine grandiose Landschaft, und herrliche Fotos habt ihr gemacht. Und offensichtlich hat es Jule auch sehr gefallen, jedenfalls guckt sie so! Die Rolle ist immer so knuffig!
    Hach, wie schön, daß ihr auch so herzlich über euch lachen könnt, ich mußte so über den „beweglichen Enzian“ lachen, einfach herrlich! Und das passende Bild dazu, hihihihi! Ich hab so einen in himmelblau, das wäre dann vielleicht das bewegliche Vergißmeinnicht, lol!
    Jule sieht sehr dekorativ aus in dem feinen Strandkorb, den hat sie sich verdient nach der herrlichen Wanderung, auf der ich wieder so gerne mitgewandert bin und ich freu mich schon auf die nächste Etappe!
    Wir wünschen ein schönes Wochenende mit lieben Grüßen
    Monika und Mimi.

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    • Jetzt ist es uns schon wieder bei euch passiert. Sorry, wir haben ganz vergessen euch zu antworten😀. Man sollte immer über sich selber lachen können. Dies liegt uns im Blut , als Kölner😂. Wir freuen uns immer riesig über eure Kommentare. LG und ein schönes Wochenende von Jule und ihren Dosenöffnern 😀.

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      • Macht doch nix, geht doch nicht immer so, wie man will, hihihi!
        Ja, das sollte man auf jeden Fall, über sich selbst lachen können! Und euch liegt das als Kölner bestimmt im Blut, meine Kinder sind seit nunmehr 2 Jahren „Neu-Kölner“, die finden das auch soooo schön!
        Wir wünschen euch auch ein ganz schönes Wochenende, Schnurrgruß von Mimi an Jule und liebe Grüße
        Monika und Mimi.

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