Vorfreude Lechweg Wanderung – Von Lech am Arlberg nach Füssen.

Wie wir euch schon oft berichteten, ist der Lechweg dieses Jahr unser großes Wanderevent. Wir haben uns lange intensiv mit dieser Wanderung beschäftigt. Als die Entscheidung auf diesen Weg fiel, versuchten wir die Tour selber zu planen. Das heißt die einzelnen Hotels eigenständig zu buchen. Nach der dritten Hotelbuchung, kam die erste Absage. Also alles wieder von vorne, weil die Etappen so nicht mehr passten. DSC00580

Irgendwann wurde es uns zu anstrengend und wir überlegten die Wanderung bei einem Reiseveranstalter zu buchen. Bei der Alpenüberquerung hatten wir mit einer solchen Buchung gute Erfahrungen gemacht. Es war alles perfekt geplant und wir waren auf der Sichern Seite. So schrieben wir den gleichen Veranstalter an und baten um ein Angebot.

Wir erhielten einen unpersönlichen Formbrief zurück, der uns nicht zusagte. So schrieben wir weitere Veranstalter an. Uns gefiel das Angebot der Firma Kleins Wanderreisen am besten. Auf der Messe Tour Natur hatten wir schon einen netten kontakt mit Kleins Wanderreisen. Nun mussten wir uns nur noch entscheiden, in wie vielen Wandertagen wir den Lechweg erwandern wollen. Die Wahl, viel auf eine gemütliche Wanderung, mit kürzeren Etappen. Eigentlich wollten wir einen Ruhetag buchen, doch dies bot keiner der Veranstalter an. Wir möchten auf dieser Wanderung einfach etwas mehr Zeit haben und die Landschaft genießen. Zudem kam die Überlegung, bei kürzeren Etappen, dem Wetter besser ausweichen zu können. Damit wir bei drohendem Gewitter unsere Wanderung auf den Vormittag oder auch auf den Nachmittag zu legen. So weit so gut.

Ein Problem bei der Buchung gab es noch und zwar waren bei dem ein oder anderen Hotel Halbpension mit Menü angegebenen. Das gefiel uns gar nicht, weil wir gerne selber entscheiden wollen, wo, wann und besonders was wir essen möchten. Nach Rücksprache mit dem Veranstalter, wurde bis auf ein Hotel, nur Übernachtung mit Frühstück gebucht. In einem Hotel geht es nicht anders und es gibt keine Alternative. Mit einmal können wir leben und so wurde gebucht.

Hier schon mal eine kleine Übersicht der Etappen.

1.Wandertag

Formarinsee (1800 Meter) nach Lech (1500 Meter) ca. 14 km

2. Wandertag

Lech (1500 Meter) nach Lechleiten (1550 Meter) ca. 15 km

3. Wandertag

Lechleiten (1550 Meter) nach Holzgau (1100 Meter) ca. 17 km

4. Wandertag

Holzgau (1100 Meter) nach Elbigenalp (1000 Meter) ca. 14 km

5. Wandertag

Elbigenalp (1000 Meter) nach Elmen (1000 Meter) ca. 15km

6. Wandertag

Elmen (1000 Meter) nach Forchach (900 Meter) ca. 15km

7. Wandertag

Forchach (900 Meter) nach Höfen (850 Meter) ca. 14km

8. Wandertag

Höfen (850 Meter) nach Pflach (900 Meter) ca. 11 km

9. Wandertag

Pflach (900 Meter) nach Füssen (800 Meter) ca. 15 km

Wie ihr seht sind die Etappen relativ kurz. Normalerweise wandern wir längere Etappen. Es sollte ja auch Urlaub sein und sportliche Wanderungen machen wir ja oft genug. Etwas Sportlich wird es, weil wir auf den Gepäcktransport verzichten und unsere Gepäck unser Rucksack sein wird.

Etwas bedenken wegen der Tour haben wir allerdings. Wir ihr wisst machen wir sonst unsere Wanderurlaube mit Zelt oder wir fahren mit dem Wohnwagen in ein Wandergebiet. Dabei lieben wir die Freiheit, wie wir unsere Tage verbringen und planen. Das fängt schon morgens an. Wecker stellen oder ausschlafen. Frühstücken wann man will. Bei der Alpenüberquerung hatten wir oft, dass Problem, dass Gewitter angesagt waren und wir früh los wollten. Frühstück gab es aber erst um 8 Uhr. Bis man gefrühstückt hatte, Rucksack wieder zusammen packen und umziehen zum wandern. Oft konnten wir erst gegen 9 Uhr loswandern, dass war uns viel zu spät.

In der Zwischenzeit sind unsere Reiseunterlagen angekommen. Ehrlich gesagt waren wir zunächst sehr enttäuscht. Erster Punkt, die Hotels sind uns zu hochwertig. Da wir nur unseren Rucksack dabei haben, wird uns die passende Abendkleidung fehlen. Natürlich haben wir Kleidung zum Frühstücken und zum Abendessen dabei, ob diese Kleidung für ein 5 Sterne Hotel ausreicht, wird sich zeigen. Uns hätten kleine Landgasthäuser oder Pensionen besser gefallen.

Nächster Punkt ist die Lage der Hotels. In zwei Hotels schlafen wir sogar zweimal. Wir sollen am Hotel vorbei wandern und am Etappenziel mit Bus oder Taxi zurückfahren. Das gefällt uns überhaupt nicht. Wir wollten eine Wandertour unternehmen und keine Bustour. Besonders Jule wird davon nicht begeistert sein. In Österreich ist in öffentlichen Verkehrsmittel Maulkorb Pflicht. Herr Dosenöffner verbringt momentan die Abende damit, unsere Wanderung etwas um zu planen. Die Etappen werden so nicht bleiben, es wird einige Änderungen geben. Text_Swag_8-4-2017_100225_PM

Trotz allem lassen wir uns nicht die Vorfreude nehmen und werden die Zeit genießen. Wir freuen uns riesig auf den Lech. Wir hoffen ihr habt auch etwas Vorfreude auf unsere Berichte vom Lechweg.

Bis bald

Jule und ihre Dosenöffner

UPDATE 18.08.2017:

Hier nun die endgültige Tourenplanung:

Länge: 141 km
Dauer:  39,57 Stunden (8 Etappen mit Ruhetag)
Rauf:    2200 Meter
Runter: 3320 Meter

(Karte bei www.komoot.de)
Karte bei www.komoot.deGPX Download

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20 Gedanken zu „Vorfreude Lechweg Wanderung – Von Lech am Arlberg nach Füssen.

  1. Ich freue mich auf die Fotos!!!! 🙂
    …und wünsche Euch allen eine gute Wanderung!!!!
    (Vielleicht findet ihr für das nächste Mal noch einen anderen Anbieter bzw. ein für Euch Passenderes Angebot. Ich hab mal drei Tage mit Voll-Pension verbracht (weil das ein Ort war, wo man nicht so ein großes Kommen und Gehen wollte, weil das Ziel der Einrichtung „Ruhe“ war). Das war zwar nett, nicht weit weg fürs Essen zu müssen und es hat auch geschmeckt. Allerdings machte mir dieses „Und jetzt muss ich runter und mir einen Platz suchen, bevor es voll wird“ und der Preis für die Vollpension doch etwas…Schwierigkeiten.)
    Ich bin auf der Suche, nach einem grünen oder türkisen See, wo man gut mit der Bahn hinkommt und übernachten kann (als Alternative zur Schweiz, in die ich vom Rheinland aus am Schnellsten komme, die nur leider doch recht teuer beim Bahnfahren und beim Übernachten ist. Schnief!). Der Lech ist, glaube ich, türkis. Von daher interessiert mich die Wanderung sehr.

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    • Sorry. Da war ein T zuviel. Ich meinte „Ina“. …und ja, ich weiß, dass der Lech kein See, sondern ein Fluss ist. Ich suche eigentlich einen See, aber ich dachte, die Lechgegend könnte vielleicht auch interessant sein.

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    • Vielen lieben Dank! Wir freuen uns sehr auf die Wanderung. 😀 Der Lech ist normal türkis. Dies könnte aber auch anders sein, je nach Wetter. Wir haben schon Bilder gesehen, wo er mehr braun und grau ist. Nach Regen sieht er nicht sehr schön aus. Wir hoffen auf schönes Wetter, mit türkisem Lech. LG und eine schöne Woche von Jule und ihren Dosenöffnern.

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      • Danke Euch. Ich war grade im Berner Oberland mit helltürkisfarbenen Brienzer See und dunkeltürksfarbenen Thuner See! 🙂 Dazwischen dann die Aare! 🙂
        Ich kenn das mit der Farbwahrnehmung auch vom Hochrhein. Wenn die Sonne scheint hat er auch einen grüntürkisen Schimmer…wenn es dagegen bedeckt ist, sieht man das nur, wenn man genauer hinsieht bzw. näher dran ist.

        Eine schöne Wanderung wünsche ich! (Ich lese mit!).

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  2. Hallo Daniela und Ralf,
    Ihr werdet dem L (Lechweg, hatte früher gemeint, dass das ein Ludwig II-Weg ist) entlang wandern und bestimmt tolle Eindrücke mitnehmen. Wir wollten den Weg vor drei Wochen auch machen, haben uns dann aber für Zelt und die Allgäuer Alpen entschieden (könnt ja mal in meinen Blog schauen, falls noch nicht geschehen 😉 ). Vielleicht zwei Tipps: Die Jöchelspitze lohnt evtl. einen Abstecher mit grandiosen Rundumblick und einfacher Gradwanderung. Am Schluss könnte der Säuling (ein Rudel Steinböcke triebt sich hier herum. Der Chef ist völlig enspannt und lässt einen bis auf wenige Meter heran) einen schönen Blick zurück auf das Lechtal geben. (Könnte evtl. für Jule auf der Ostseite wegen Leitern schwierig sein, der Aufstieg vom Säulinghaus jedoch wahrscheinlich unproblematisch).
    Dann freue ich mich auf Eure Bilder und Berichte. Wünsche Euch gutes und stimmungsvolles Wanderwetter und viel Genuss.

    Viele Grüße schickt der
    Peter

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  3. Ich wünsche ganz viel Spaß auf dieser wirklich grandiosen Tour.
    Wir sind den Weg 2012 gegangen, allerdings in sieben Etappen, von Wikinger organisiert, aber individuell, mit Gepäcktransport und Halbpension. Wir waren abends froh, dass wir nicht noch ein Lokal suchen mussten, denn teilweise gab es in den Orten sonst nicht viel bis keine Auswahl. Wenn ihr in Elbigenalb in der Alpenrose seid: Das ist sehr gut, mit tollen Schwimmteich und super Essen. Elegante Garderobe wird nicht erwartet, die Hotels freuen sich über Wanderer und wissen, dass die keine feinen Klamotten mitschleppen. Wir hatten nur eine Busfahrt dabei, ganz am Beginn zum Start am Formarinsee, das fand ich okay und dort gibt es auch keine Übernachtungsmöglichkeiten. Ich bin gespannt auf eure Berichte.
    Herzlichen Gruß von Isa

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    • Vielen lieben Dank!😀 Das freut uns zu hören, dass die Hotels, sich auf Wanderer eingestellt haben. Auf der Alpenüberquerung war dies nicht immer der Fall. In einem Restaurant würde ein Mitwanderer nicht ins Restaurant gelassen, obwohl nur unsere Gruppe im Hotel untergebracht war. Über wenig Bus fahren freut sich Jule am meisten 😀. LG und eine schöne Woche von Jule und ihren Dosenöffnern.

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  4. Ja, richtig so, laßt euch die Vorfreude nicht nehmen, und Jule sieht ja schon mal sehr vorfreudig und unternehmungslustig aus, hihihi!
    Es wird schon alles klappen, und ich freu mich schon sehr auf eure Reiseberichte!
    Wir wünschen euch eine wunderschöne Zeit, paßt gut auf euch auf und kommt gesund und munter wieder, liebe Grüße
    Monika und Mimi.

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