Mosel Trekking mit Zelt – Tag 2 von 3

Länge : 30,7 Km
Dauer : 11:22 Stunden
Rauf :    780 Meter
Runter : 780 Meter

Moselsteig Etappen 21 und 20

(Karte bei Karte bei www.komoot.de)
Karte und weitere Fotos bei www.komoot.deGPX Download

Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

In der Nacht haben wir gut geschlafen. Es war sehr ruhig, was wir im Zelt auf Campingplätzen schon anders erlebt haben. Bei den ganzen Vorbereitung kauften wir uns neue Isomatten, weil die alten Isomatten viel zu schwer waren. Die waren selbstaufblasende und wogen 1,2 Kg. Hier wollten wir jede Menge Gewicht einsparen. Zu unseren Überlegungen gehörte es, dass wir auf das selbst aufblasenventil verzichten wollten, weil wir dachten, wir könnten die Isomatten selbst aufblasen. Was wir nicht bedachten war, wenn es mal an die Frostgrenze geht, könnte es Probleme geben, wegen der Atemluft, mit der Feuchtigkeit in die Isomatte gelangen könnte. Also wurde es doch eine selbst aufblasende Isomatte. Aber wir entschieden uns für eine kurze variante. Sie reicht uns bis zirka zum Knie. Mit angezogenen Beinen liegt man komplett auf der Matte. So sparen wir nochmal an Gewicht.

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Thermarest Profite S – 370 g leicht- 51×119 cm

So sieht sie aus das gute Stück. Sie passen jetzt wunderbar in unsere Rucksäcke und müssen nicht mehr von außen am Rucksack befestigt werden. Das war sehr störend, weil beim wandern, die alten Isomatten hin und her geschlackert sind. Sie ersetzen natürlich kein Bett, aber wir haben gut geschlafen. Im Zelt werden wir relativ früh wach, was für lange Touren vollkommen ok ist.

Abends hatten wir uns endschieden, früh morgens los zu laufen und unterwegs nach einem Frühstück umzusehen. Nachdem wir alles abgebaut und eingepackt hatten, machten wir uns auf den Weg. Auf dem Campingplatz schlief noch alles.DSC02051Zunächst wanderten wir zurück Richtung Löf und zur Moselbrücke. Dort fanden wir eine Tankstelle mit Brötchen und KAFFEEE!!! Wir kauften ordentlich ein und nahmen für den Tag genügend mit. Am frühen Morgen war es schon sehr warm und uns wurde bewusst, dass es ein anstrengender Tag wird.DSC02054

Zu Beginn wanderten wir an den Bahngleisen entlang. Wie ihr an den Bildern erkennen könnt, keine Wolke. Alles was wir an Flaschen dabei hatten, war komplett gefüllt.DSC02059

An der Kirche gab es noch einen Friedhof und auf einem Friedhof,  gibt es fast immer Wasser. Wir holten für Jule Wasser und machten sie das erste mal an diesem Tag nass. Ein Mann gab uns noch einen Tipp, wo es eine Quelle gibt, mit frischem Wasser für Jule.   DSC02064Wir schraubten uns allmählich in die Höhe. DSC02066Die Ausblicke waren auch an diesem Tag fantastisch.

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Der Moselsteig ist super abwechslungsreich, die Wege wechseln, von einfach bis schwierig, hoch und runter, Wald und wieder frei Flächen. DSC02083

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Jule bekam zwischendurch Zeit zum grasen😂 und wir zum Fotografieren (gähn).

Zum vergrößern einfach drauf klicken!

Einen Moment später im Wald besuchte uns ein Eichhörnchen.

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Das Eichhörnchen suchte wohl auch Wasser. Wir wurden fündig, am Elzbach. Jule machten wir ein weiteres Mal nass und animierten sie zum trinken. Ihre Flasche füllten wir erneut auf.DSC02109Hier tummelten sich blaue Libellen.

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Es waren hunderte und es dauerte lange bis eine mal ruhig sitzen blieb.

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Hier ein Blick auf den Wanderweg, eindeutig nicht langweilig.

Ein Highlight auf dieser Wanderung war Burg Elz. Auf einer vergangenen Wanderung waren wir an Burg Elz, allerdings war es im Winter, auf einem Traumpfad und es war damals leer. Wir erzählten euch in unseren Berichten, dass wir es als sehr unangenehm empfinden, wenn wir von einem ruhigen Wanderweg kommend im Trubel landen. Genau so erging uns auf Burg Elz. Was bei diesem tollen Wetter zu erwarten war.

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Burg Elz

Wir suchten uns einen Schattigen Platz und schauten dem treiben zu. Dabei versuchten wir unser Wasser auszutrinken, um die Flaschen dort gleich wieder aufzufüllen.

Während wir dort saßen, kamen die drei Wanderer vom Vortag an. Wir mussten ein wenig lachen, weil sie genau so orientierungslos herum liefen wie wir. Total überfordert von so vielen Menschen. Wir bekamen mit, dass sie sich auch Wasser auf der Toilette holten und schnell wieder weg waren. Die Burg ist wahnsinnig schön, genau so, stellt man sich eine Burg vor. Wie aus dem Bilderbuch. DSC02119Wir machten uns wieder auf den Weg und wanderten weiter. Für unsere Mittagspause wollten wir uns einen ruhigeren Schattenplatz suchen und es dauerte nicht lange bis wir einen gefunden hatten. Mit einem tollen Ausblick!DSC02122Vor unsere Wanderung hatten wir uns einen Weichkäse mit in den Rucksack gepackt. Wenn er gut verpackt im Rucksack und nicht der Sonne ausgesetzt ist, kann so ein Käse gut mitgenommen werden. Wir verpacken ihn zusätzlich noch mit Alufolie. An der Tankstelle hatten wir uns Brötchen gekauft und so konnten wir uns bei diesem Ausblick Brötchen schmieren. LECKER!!!DSC02127

Weiter wanderten wir wieder über eine Hochfläche und es wurde wärmer. Langsam waren wir ziemlich durch geschwitzt. Jetzt noch ein paar Bilder vom weiteren Wanderweg.

 

Nun ging es wieder Richtung Mosel und rein in die Weinberge. Auf halber Höhe führt der Modelsteig auf den Buchsbaumwanderweg, der hier erst als breite Weinbergstraße beginnt aber dann spannend wird. Ein Schild informierte uns darüber, dass die nächsten (3,8?) Kilometer teils steile, mit Sicherungsseilen versehene, Passagen mit ungesicherten Stufen beinhaltete. Wir wussten auch, dass wir diesen Bereich nicht mehr umgehen konnten, da wir ansonsten weit zurück mussten um abzusteigen.

Hier im Weinberg verbrauchten wir fast unser gesamtes Wasser für Jule und tranken wohl selbst viel zu wenig. An einer ca 1 Meter Hohen Stufe, wo man sich an einem Drahtseil hochziehen musste, überlegten wir schon leicht irritiert, wie wir den Jule da hoch bekommen. Sie stand aber schon lange oben und schaute, wo wir den blieben.

So ging es noch ein ganzes Stück weiter und wir waren froh, endlich „oben“ und auch den schattigen Wald wieder zu erreichen. Nach einer kurzen Sitzpause mitten auf dem Weg, ging es aber wieder und wir wanderten durch den schönen Buchsbaumwald.

Kurz vorm Etappen Ziel noch ein Blick auf die Mosel.
Hier gab es eine Wanderhütte, wo ein Verein gegen ein kleine Spende Getränke verteilte. Wir spendeten ordentlich….

Kurz nach uns kamen auch die anderen drei Wanderer an und sie sahen genau so fertig aus, wie wir. Zwei als schwierig ausgezeichnete Modelsteig Etappen an einem heißen Tag sind wohl für alle eine Herausforderung.

DSC02139Durch Recherche wussten wir, dass kurz vor unserem nächsten Campingplatz ein Supermarkt war. Dort kauften wir unser Abendessen. Frau Dosenöffner fühlte sich nicht mehr wohl, es musste dringend eine Dusche her. Es war ein sehr großer Campingplatz und er war komplett ausgebucht. Gut das wir reserviert hatten. Wir waren sehr gespannt welchen Platz wir bekommen.

Ihr müsst euch nun vorstellen, voll bepackt ( auch noch die Einkäufe), komplett durch geschwitzt, nach über Dreißig Kilometer, trotteten wir über den Campingplatz, mit Plan in der Hand, auf der Suche nach unserem Platz.

Plötzlich dachte Frau Dosenöffner „die Stimme kennst du doch“.  Sie schaute hoch und blieb stehen. Sie konnte es nicht fassen. Ihre ehemalige liebe Kollegin stand dort mit ihrem Wohnmobil. Es waren nur wenige Wochen her, dass wir uns verabschieden mussten und nun trift man sich auf irgendeinem Campingplatz wieder. Wie viele Campingplätze gibt es in Deutschland?  So ein Zufall.☺ Es war wirklich sehr schön sich wieder zusehen, obwohl es Frau Dosenöffner es etwas unangenehm war, ohne Dusche.

Leider mussten wir uns beide dieses Jahr von einigen Kollegen Verabschieden und wir wissen und denken, dass einige unsere Berichte verfolgen. Auf diesem Wege möchten wir euch alle mal „liebe Grüße“ ausrichten und wie ihr seht trifft man sich vielleicht doch mal!😉

Nach der ersehnten Dusche machten wir unser Abendessen und bauten unser Zelt auf. Der Platz war wesentlich besser, mit Schatten und einem großen Stein zum sitzen. Wir wechselten noch ein paar Worte und verabschiedeten uns. Es wurde höchste Zeit zum schlafen. Am nächsten Tag stand wieder eine schwere Etappe auf dem Programm. DSC02144

Hoffentlich hat es euch wieder gefallen und ihr freut euch auf die Fortsetzung. Von der Nacht berichten wir euch beim nächsten Mal. 😃

Vielen lieben Dank an alle Leser, Follower, Kommentatoren und Likerli Gebern.

Bis bald und habt eine gute Zeit

Jule und ihre Dosenöffner

 

 

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19 Gedanken zu „Mosel Trekking mit Zelt – Tag 2 von 3

  1. Toller Bericht. Am Liebsten würde ich jetzt sofort los und auch mal so eine Tour mit der Familie machen. Wer weiß.. Vielleicht klappt es ja mal für ein paar Tage. Allzu weit wohnen wir ja nicht weg von der Mosel (wir wohnen im Saarland). Für die Kinder (zwei und drei Jahre) wäre es sicher auch total spannend =^_^=

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  2. Was für eine wunderbare Morgenstimmung an der Mosel mit der Brücke im Hintergrund! Und die Kirche gefällt mir so gut.
    Wunderbare Ausblicke bietet der Moselsteig, so romantisch! Jule sieht man den Spaß mit dem Gras richtig an.Die blauen Libellen sind wunderschön, und dann gleich so viele, das muß ein herrlicher Anblick gewesen sein.
    Und da hab ich drauf gewartet, hihihi, auf Burg Elz!!! Ich finde diese Burg so herrlich, da war ich auch schon, und wir sind auch hoch gelaufen! Ja, Trubel ist da meist doch viel! Aber trotzdem finde ich, es lohnt sich, ja, echt eine Burg wie aus dem Bilderbuch, und von innen ist es toll, vor allem, wenn man einen etwas ruhigeren Tag dafür „erwischt“, das Glück hatten wir! Euer Mittagspausenplatz ist soooo schön, ruhig, grün, und trotzdem mit Blick auf die Burg, super!
    Wahnsinn, der steile Aufstieg durch die Weinberge, aber sehr lohnend, tja, hihihi, und Jule war schon schneller als ihr! Aber dann: Der Blick auf die Mosel! Wie wunderschön!
    Die Welt ist klein, nicht wahr, bezogen auf das Treffen mit der lieben ehemaligen Kollegin!
    Danke für die wunderbare Fortsetzung dieser Wanderung, es war wieder ein Genuß, mitlaufen zu dürfen, ich freu mich schon sehr auf die Fortsetzung!
    Wir wünschen ein schönes Wochenende mit lieben Grüßen
    Monika und Mimi.

    Gefällt 1 Person

  3. Ich bin zufällig auf Euren Blog gestoßen und habe gleich die Berichte über die Alpenüberquerung gelesen. Total schön und spannend geschrieben mit Super Fotos. Dann mußte ich natürlich auch gleich alle anderen Berichte nachlesen und konnte nicht aufhören bis ich „up to date“ war. Das hat natürlich einige Zeit gedauert, aber die war damit sehr gut genutzt. Alle sind sie wunderbar geschrieben und mit tollen Fotos und Informationen versehen. Die virtuelle Mitreise finde ich sehr schön, vor allem, wenn man selbst nicht mehr solche Touren unternehmen kann. In meiner Jugend habe ich mit meinem Mann fast jedes Wochenende Berg- oder Skitouren unternommen, die teilweise auch bis zu 8 h gedauert haben. Jetzt reicht es mir aber schon, wenn ich mit meinen 3 Gassirunden insgesamt ca. 8-10 km pro Tag schaffe. Deshalb freue ich mich schon auf die weiteren Berichte von Euren Touren. Das ist jetzt ein langer Kommentar geworden, aber er wird der einzige bleiben, da ich nicht gerne viel schreibe. Ihr solltet aber wissen, daß Ihr stille Leser habt, die genauso begeistert von Euren Berichten sind, wie in den anderen Kommentaren geschrieben.
    Liebe Grüße und knuddelt die Jule, die Süße von mir.
    Ingrid

    Gefällt 1 Person

    • 1000 mal Danke, für den lieben Kommentar und das große Lob! Das motiviert uns weiter zu schreiben. Die Berichte machen uns sehr viel Freude , besonders wenn man so ein Lob bekommt. 😀 Liebe Grüße und einen dicken Schmatzer von der geknuddelten Jule + Dosenöffner

      Gefällt mir

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