Kastaniensuche im Siebengebirge

Dauer :  6:05
Länge : 19,5km
Rauf :    680m
Runter : 680m

Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

(Karte bei Karte bei www.komoot.de)
Karte bei www.komoot.deGPX Download

dsc09977

Drachenfels im Nebel

Wir waren am Wochenende bei herrlichem Wetter im Siebengebirge wandern. Nach langem planen, fanden wir noch eine Route im Siebengebirge die abwich von vorherigen Wanderungen.

Wir parkten wie schon oft am Bahnhof in Rhöndorf. Da wir schon sehr früh unterwegs waren, mussten wir etwas Nebel und niedrige Temperaturen in Kauf nehmen. Wir wussten, dass im Siebengebirge sehr viele Esskastanienbäume stehen und aus diesem Grund packten wir in unsere Rucksäcke Stoffbeutel, zum sammeln. Nach der erster Steigung wurden wir schon fündig und begannen zu sammeln. Wir merkten sofort, dass es dieses Jahr schwierig wird. Die Kastanien waren sehr klein.

dsc09996

Die Schale einer Esskastanie (Maron).

Die Schalen sind ziemlich schwierig auf zu bekommen. Einige kleine Verletzungen an den Fingern haben wir davon getragen. dsc09983

Jule wartete geduldig, während wir sammelten. Da die Kastanien sehr klein waren, machte es keinen Sinn hier weiter zu sammeln. Unser erstes Ziel sollte die Löwenburg Gaststätte sein. Hoch zur Löwenburg Ruine wollten wir diesmal nicht, weil wir da schon so oft waren.  dsc09979

Der Weg führte erst einmal durch das wunderschöne Tretschbachtal nach oben. Zeitweise über Stege.

dsc09993

 

DSC09991.JPG

Hier konnte Jule mal wieder modeln und am Wegesrand konnte genügend gegähnt werden.

 

dsc00002

dsc09975

Am Ausgang des Tretschbachtals bogen wir nach Süden ab und umrundeten den Löwenburg Berg um durch das Einsiedlertal aufzusteigen.

An der Löwenburg Gaststätte gibt es eine Außen Gastronomie, die sehr praktisch für Wanderer und Sportler ist. So braucht man nicht in überfüllte und zu warme Räume. Bei diesem super Wetter war dort sehr viel los , ein Stück Kuchen und einen Kaffee gönnten wir uns auf der Außenterrasse. Gestärkt (Jule bekam natürlich auch eine Stärkung) machten wir uns wieder auf den Weg . Bis hierher hatten wir noch keine wirkliche Fernsicht, das sollte sich auf den nächsten Metern ändern. Auf dem Lohrberg (einer der sieben Berge) war es soweit. dsc00014

DSC00016.JPG

Der Abstieg vom Lohrberg zur Margaretenhöhe war etwas knifflig, weil die Wege sehr zugewachsen waren, aber mit GPS ist das ja kein wirkliches Problem

Als nächstes ging es auf ein kleines Abenteuer. Wir hatten von einem Steinbruch mit einem kleinen See gehört und den wollten wir finden. Den Einstieg entdeckten wir relativ schnell, dafür gestaltete sich der Weg sehr schwierig. Brennnessel und Brombeere Sträucher versperrten uns den Weg. Unser Entdecker Geist war geweckt und so gaben wir nicht auf und machten uns den Weg frei. Und es lohnte sich, auch wenn es von den Brennnessel immer noch schmerzt. dsc00027

 

 

 

dsc00030

Sollte dies jemand nach wandern, passt bitte gut auf. Der kleine Trampelpfad geht direkt an der kleinen Steilwand am Wasser entlang  und ein kleiner Schritt zu weit, könnte nass enden.

Nach unserem kleinen Abenteuer wanderten wir auf den Großen Ölberg, mit 460 Metern der höchste Berg im Siebengebirge.

Hier war sehr viel los. Der Drachenfels ist ein beliebtes Ausflugsziel, nun wissen wir, der Ölberg ist auch sehr beliebt. Da wir den Aufstieg von der Rückseite bewältigen, waren wir aber bis kurz vorm Gipfel fast alleine.dsc09997

Pilze gibt es dieses Jahr noch nicht sehr viele, weil es zu trocken ist. Ein paar Fotomotive erspähten wir und Jule untersuchte sie interessiert. dsc09988

 

dsc09989

Ein paar müde Freunde von Jule kreuzten unseren Weg😉.

dsc00040

Oben auf dem Ölberg steht das Gasthaus auf dem Ölberg, das leider komplett überfüllt war. Es gab keinen einzigen Sitzplatz. Den Ausblick wollten wir uns allerdings ansehen und so erkämpften wir uns einen Weg zum Aussichtspunkt. dsc00037

Wir marschierten wieder runter und nutzten die nächste kleine Schutzhütte um uns selber einen Kaffee zu kochen. Eine Kleinigkeit zu essen hatten wir im Rucksack.

Danach machten wir uns auf den langen Rückweg vorbei am Wasserfall (388m) und Milchhäuschen nach Rhöndorf.

Es war eine sehr schöne Wanderung die wir allen empfehlen können die nicht in absoluter Einsamkeit wandern wollen.

Zu Hause widmeten wir uns den Maronen. Hier ist erst mal unsere Ausbeute. dsc00046

Nicht sehr viel, aber selbst gesammelt. Wir legten sie eine Zeitlang ins Wasser. dsc00047

Danach schnitten wir Kreuze in die Schalen, damit sie nich platzen und legten sie auf ein Backblech. Den Backofen heizten wir auf 200 Grad vor und stellten eine Wasserschale hinein. dsc00049

 

Zusätzlich streuten wir Salz über die Maronen (Ein Tipp von Sacki). Wenn sie schön aufgegangen sind, sind sie fertig. dsc00050

Bei unseren war dies etwas schwierig, weil sie so unterschiedlich groß  waren . Sie waren aber sehr lecker.

Wir hoffen euch hat unsere Wanderung gefallen und ihr hattet Spaß beim mitlaufen.

Vielen lieben Dank an alle Leser, Follower, Kommentatoren und Likerlies!DSC00026.JPG

Bis bald eure Jule und ihre Dosenöffner

Advertisements

29 Gedanken zu „Kastaniensuche im Siebengebirge

  1. Und wie mir das gefallen hat – ganz nach meinem Geschmack, eine herrliche Tour mit viel wilder Natur, das Steinbruchseelein ist wirklich ein besonderes Dessert (hoffentlich haben die Brennesseln aufgehört mit feuern).
    Weiter gutes Wanderwetter wünscht
    Ayka

    Gefällt 1 Person

  2. Hui, eine lange Wanderung und eine mit „Mission“. Esskastanien also waren das „Objekt der Begierde“ 😀 Freut mich, dass ihr welche gefunden habt. Ich mag Maronen nicht so sehr, aber wir sind in Italien in der Cinque Terre durch ganze Wälder mit Esskastanienbäumen gewandert. Das war toll. Ich war mit euch unterwegs und musste mich nicht mal vom Sofa runter bewegen und brauchte nur die schönen Fotos bewundern. Toll. Ich war aber auch schon fleißig heute und in meiner „Sportbox“ (Fitnessstudio).
    Danke für diesen schönen Bericht. Liebe Grüße Sigrid

    Gefällt 1 Person

  3. Oh, wofür ist denn das Salz an den Maronen da? Schöne Maronenfotos jedenfalls und das von den Pilzen, den Blumen und das letzte Jule-Bild finde ich auch sehr schön!!!
    Wie GPS funktioniert, weiß ich nicht. Braucht man dafür ein Navi oder ein Smartphone?

    Gefällt 1 Person

    • Vielen Dank für das Lob! Das Salz verfeinert den Geschmack der Maronen . Es bleibt nur ein ganz kleines bisschen haften. Ist vielleicht auch Geschmackssache, einfach mal ausprobieren ☺. GPS ist etwas umfangreicher. Wir werden bald darüber einen Bericht schreiben. Es gibt GPS Geräte und mit einem Handy (GPS fähig ) kann man auch navigieren. Bis bald und LG von Jule und ihren Dosenöffnern

      Gefällt mir

  4. Schöne Tourbeschreibung, ich war gerne mit Euch unterwegs. Und weil ich die Gegend noch gar nicht kenne, kommt sie auf jeden Fall auf meine Liste mit Touren, die ich bald auch selbst mal wandern will.
    Danke dafür und liebe Grüße Elke

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s